Font Size

SCREEN

Layout

Cpanel

Beiträge

 

Samstag, 02.05.2015, 11:15 Uhr:
Eine Woche ist seit dem ersten Beben in Nepal vergangen und das Medienecho hat deutlich nachgelassen. Es gibt nichts Neues mehr aus Nepal zu berichten, denn die Bilder von eingestürzten Häusern und Tempeln und Menschen, die draußen campieren, wiederholen sich. Wir bleiben dran, denn jetzt können wir - die kleineren Vereine - uns an der Aufbauhilfe für Betroffene beteiligen, was uns allerdings seitens der Regierung schwer gemacht wird (s.u.). Marco Hanßmann hat mit Alexander in Nepal telefoniert und übermittelt uns folgende Neuigkeiten:

  • Alexander will vor Ort Hilfsprojekte anschieben und hat seinen Rückflug nach Deutschland auf den 10. Mai umgebucht.
  • Vorgestern in der Nacht wackelte die Erde erneut. Und auch heute gab es wieder drei Erdstöße. Jedes Nachbeben schockt die ohnehin gebeutelten Menschen erneut.
  • Raj und Alexander haben alle ehemaligen Jugendlichen erreicht. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut. Teilweise sind allerdings die Häuser der Familien zerstört. Wir freuen uns sehr, dass wir nach wie vor weder Tote noch Verletzte zu beklagen haben.
  • Im Moment herrscht große Unsicherheit was mit den an Nepal überwiesenen Spendengeldern geschieht:
    Zunächst hatte die Regierung gesagt, dass Vereine überall, wo sie schon tätig sind, helfen sollen. Nun hat sie doch tatsächlich verlangt, dass alle Gelder an die Regierung zur zentralen Verteilung weiterzuleiten sind. Alle Banken wurden angewiesen, ankommende Gelder, die mit dem Verwendungszweck "Erdbebenhilfe" gekennzeichnet sind, direkt an die Regierung abzuführen. Alexander hat einen Amerikaner getroffen, der 8.000 Dollar für einen bestimmten Zweck überwiesen hat. Er wollte gezielte Hilfe leisten. Doch so unglaublich das für uns klingt, der Betrag wurde direkt von seinem nepalischen Konto an die Regierung weitgeleitet. Fazit: Es ist besser Gelder ohne den Verwendungszweck "Erdbebenhilfe" an nepalische Konten zu überweisen!
  • Alexander und Raj haben sich schnell aufzubauende Fertighäuser angeschaut, die im Baukastensystem zusammengesteckt und wieder abgebaut werden können. Kosten pro Haus 3.000 bis 5.000 Euro. Mit diesen Fertighäusern könnten wir Familien helfen, deren Häuser komplett eingestürzt sind.

Wir danken Ihnen ganz herzlich für die zahlreichen kleinen und großen Spenden, die seit letztem Samstag bei uns eingegangen sind! Wir sorgen dafür, dass sie nicht im Regierungskanal versacken.

Und hier noch ein Hinweis in eigener Sache: Uns erreichen derzeit unzählige personenbezogene Spendenanfragen. Wir können und dürfen keine individuellen personenbezogenen Spenden annehmen und können diese schon gar nicht an die Empfänger in Nepal transferieren. Wenn Sie einer Person/Familie helfen wollen, lassen Sie sich bitte deren Kontoverbindung und SWIFT-Code geben und führen die Überweisung selbst aus. Vielen Dank für Ihr Verständnis.