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Erste FNH Vorstandssitzung nach dem Beben

Am 16. Mai 2015 hat sich der FNH Vorstand zur ersten Sitzung nach den verheerenden Erdbeben in Nepal getroffen. Neben einigen anderen Themen, war der Einsatz der Spendengelder natürlich unser Hauptthema.

Herzlichen Dank an 450 Spender die uns ihr Vertrauen geschenkt haben und unsere zum Teil schon angelaufenen Aktionen mit 70.000 Euro (Stand heute) unterstützt haben!

Alexander Schmidt, unser Vorstandsvorsitzende, ist vor knapp einer Woche aus Nepal zurückgekehrt und hat uns über die aktuelle Lage informiert. Hier haben wir für Sie die wichtigsten Infos zusammengestellt:

 CAM00028Seit 3 Wochen bebt die Erde täglich, mal stärker, mal schwächer. Das Ausmaß der Zerstörung wird anhand einiger Bilder klar, die aus Stadtteilen von Kathmandu und aus Dörfern unserer Kinder und Jugendlichen stammen. Allein in Bunkot im Gorkha Distrikt - nahe des Epizentrums des ersten Bebens - sind von 1.800 Häusern 1.650 so stark beschädigt, dass sie nicht mehr bewohnbar sind.

CAM00097Am 1. Mai fand ein Treffen der Regierung mit Vertretern aller in Nepal tätigen INGOs statt. Alexander hat ebenfalls daran teilgenommen. Sein Eindruck: Die Regierung ist völlig überfordert und hilflos. Immerhin hat sie die INGOs gebeten in den Gebieten tätig zu werden, in denen sie sich vorher auch engagiert haben, sodass sich die Hilfsaktionen nicht auf ein Gebiet beschränken, während andere unberücksichtigt bleiben.

CAM00184Wir haben bereits Lebensmittel und Zeltplanen im Wert von 800 Euro in das Dorf Padgaunbeshi gebracht. Dort hatten wir die Widderpumpe zur Wasserversorgung unterstützt und installiert, die nun leider auch schwer beschädigt ist und Ersatzteile benötigt, damit sie wieder in Gang gesetzt werden kann.

CAM00082 KleinBungamati, der Stadtteil Kathmandus in dem auch unser Jugend-Hostel steht, ist sehr stark von der Zerstörung betroffen. Aus hygienischen Gründen lagern viele Nepali ihre Lebensmittel, wie etwa schwere Reissäcke im obersten Stockwerk. Das führte dazu, dass die Gebäude aufgrund der schweren Lasten in den Obergeschossen zur Seite weggekippt sind oder die unteren Etagen in sich zusammensackten. Unser Hostel steht zwar noch, doch haben wir viele, teilweise auch große Risse in den Wänden, die umfangreiche Sanierungsmaßnahmen nach sich ziehen werden. Zur Zeit sind alle Jugendlichen aus dem Hostel und auch einige ehemalige Jugendliche, die noch Geld aus unserem Ausbildungsfonds beziehen, nach Pokhara ins Kinderdorf umgesiedelt.

CAM00200 kleinWie eine Insel der Glückseligkeit verläuft das Leben im Kinderdorf weitestgehend normal. Einem Garten Eden gleich, wächst und gedeiht frisches Gemüse und Obst, welches die gesunde Ernährung der Kinder sichert. Im Bürogebäude, in Haus D und in unserer neuen Grundschule sind ein paar Risse zu flicken. Darüberhinaus werden wir 20 zusätzliche Kinder, die durch das Erdbeben Waisen geworden sind, dauerhaft aufnehmen. Vier neue Kinder wurden uns bereits durch das Jugendamt zugeteilt. Weitere werden folgen. Sie sind natürlich alle schwer traumatisiert und bedürfen der besonderen Zuneigung durch unsere Hausmütter und Kinder.

CAM00222 kleinAuch die Photovoltaikanlage kann nun endlich ihren Betrieb aufnehmen. Per Satellitenfernwartung wird sie in Nürnberg in Gang gesetzt und kann von dort aus überwacht werden.

CAM00135Der Monsun stellt für viele obdachlose Menschen eine große Gefahr dar, wenn sie bis zu seinem Beginn in den kommenden Wochen kein Dach über dem Kopf haben. Dazu kommt die Seuchengefahr hervorgerufen durch verunreinigte Gewässer und verwesende Lebewesen sowie schlechte hygienische Verhältnisse. Plastikplanen und Zelte sind als Schutz während des Monsuns nicht ausreichend, da sie keine starken Regenfälle oder Hagel aushalten. Hier setzen wir eine unserer Soforthilfemaßnahmen an, über die wir im nächsten Blogbeitrag berichten.