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Kinderschicksale

Chance für Kinder in Nepal

Nepal, ein Land, das mich nach meiner ersten Reise 1994 nicht mehr losgelassen hat. Ich hörte dort wieder den Klang der Menschlichkeit, die Melodie des Lachens und der Freude, in jenem Land, in dem für die meisten Menschen jeder Tag ein Existenzkampf ist. Und doch: Ich reiste wieder und wieder einfach mit dem Rucksack und tauchte mitten hinein in das wirkliche Nepal. Ein großes Plus war, dass meine geringen Sprachkenntnisse in der Landessprache Nepali mir Türen und Tore in die Herzen der armen Menschen öffneten. Die Erlebnisse reichten von höchstem Glück in den Bergen bis hin zu unendlichem Schmerz in den Städten. Vor allem die Kinder - Kinder auf der Straße! Bettelnde Kinder ... so sehr belastete Kinder. Kinder, die ihre Geschwister noch auf dem Rücken trugen. Kleine Geschöpfe, die nichts, aber auch gar nichts hatten, nicht einmal die Idee von Zukunft oder Besserung. Ich vergesse nie, als ich spät von einem Essen in mein Gästehaus ging: Kinder in Säcke gehüllt, an irgendeiner Ecke oder auch offensichtlich am Wegrand! Sie übernachteten dort.

Notleidende Kinder in NepalDer Schmerz sprang mich an mit einer unerträglichen Heftigkeit. Schweigend, sprach­los, kaufte ich irgendwo Essbares, legte es den Kindern unter die Säcke. Tagelang wünschte ich mir nur eins: Ein Helfer für all diese unschuldig ins Elend geworfenen Kinder zu sein. Denn helfen wollen war mir schon in die Wiege gelegt worden. Aus tiefstem Herzen heraus half ich im Rahmen meiner Möglichkeiten, mit der Unterstützung meines Bruders und des Freundeskreises Nepalhilfe e. V., und mietete ein größeres Haus in der Stadt Pokhara (West-Nepal). 30 verwahrloste Kinder fanden zum ersten Mal ein wirkliches Zuhause. Ihre lachenden Kinderaugen zu sehen ließ mich zum ersten Mal von einem Kinderdorf träumen.

Nach dem Motto: „Wer nicht nur zuschaut und über das Leid der Menschen grübelt, sondern zupackt und hilft, baut eine Brücke, auf der Ermutigung statt Mitleid zum Anderen gelangt“, gründete sich 1995 der Freundeskreis Nepalhilfe e. V., kurz FNH.

Der als gemeinnützig und mildtätig anerkannte Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder aus ihrem Elend zu holen, ihnen Bildung zu vermitteln und ihnen eine Chance auf ein besseres Leben zu geben. Der ausschließlich ehrenamtliche Einsatz der Freunde und Mitglieder bewirkt, dass in Nepal der FNH-Partnerverein FWHC „Forum for the Welfare of Himalayan Children“ Hilfe zur Selbsthilfe leisten kann - ein Projekt von Nepalesen für Nepalesen.

Auf einem Gelände von ca. 16.500 qm ist unser Kinderdorf entstanden; ein wirklich großes Projekt für uns alle. Was wir bisher gemeinsam geleistet haben, ist enorm. Jedoch bedarf es in Zukunft noch vieler neuer Projekt-Patenschaften, weiterer Mitglieder und Spenden. Es soll nicht am berühmten „Tropfen auf den heißen Stein“ scheitern. Es hört nicht auf, wo immer die Freunde des FNH und ich sind. Irgendwie kommt das Thema „unsere Kinder in Nepal“ zur Sprache und immer mit diesem Feuer im Herzen, ein Helfer für Kinder zu sein.

Im Freundeskreis haben sich viele Aktivitäten für unsere Kinder in Nepal entwickelt. Jeder berichtet gerne darüber. Ich wünsche uns allen weiterhin die Sensibilität, das Mitgefühl und das offene Herz, wenn es darum geht, den Armen und Hilflosen zu helfen.

Alexander Schmidt

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