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Spendengelder

Ab und zu werden wir gefragt, warum wir kein DZI (Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) Spendensiegel haben. Das Für und Wider eines solchen Siegels haben wir im Vorstand lange diskutiert und sind aus den folgenden Gründen zu dem Ergebnis gekommen, dass es für unseren Verein wenig nutzbringend ist:

  1. Das DZI Spendensiegel gibt nur die Sicherheit, dass die gesammelten Spenden in Deutschland tatsächlich einen gemeinnützigen Zweck erfüllen. Eine Prüfung der ordnungsgemäßen Mittelverwendung in Nepal ist allerdings nicht gegeben. Stattdessen sind wir bereits seit über sechs Jahren in Nepal anerkannte INGO (International Nongovernmental Organization). Der Vertrag läuft jeweils über 5 Jahre. Eine ordnungsgemäße Prüfung und Besichtigung unserer Projekte findet alle zweieinhalb Jahre durch das Social Welfare Council statt.
  2. Das Spendensiegel würde uns jährlich ca. 1.000 bis 1.500 Euro (abhängig von den Spendeneinnahmen) kosten. Dieser Betrag schlägt sich dann in unserer Verwaltungskostenquote nieder, die bisher bei rund 3 % liegt.
  3. Der Aufwand zur Beantragung des Spendensiegels ist sehr hoch. Als ehrenamtlicher Vorstand können wir das nicht noch zusätzlich leisten.

Zur transparenten Darstellung unserer Mittelverwendung dokumentieren die folgenden drei Grafiken die finanzielle Entwicklung des FNH in den vergangenen Jahren.

2015 Gesamtentwicklung FNH

In der „Gesamtentwicklung FNH" sind die Einnahmen/Ausgaben und das daraus resultierende Ergebnis des FNH in Deutschland dargestellt.

2015 Kostenquote FNH

Die nächste Grafik zeigt die Entwicklung der Verwaltungskosten des FNH in Deutschland. Die Kostenquote wird folgendermaßen ermittelt: Gesamtaufwand FNH Deutschland abzgl. Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge im Verhältnis zu den Gesamteinnahmen des FNH (ohne Mitgliedsbeiträge).

Langfristiges Ziel ist es, sämtliche in Deutschland anfallenden Kosten durch Mitgliedsbeiträge zu decken, um 100% der Spenden nach Nepal weiterleiten zu können. Seit 2009 wurden kontinuierlich neue Mitglieder gewonnen. Der Mitgliedsbeitrag liegt seit Jahren bei unveränderten 30 € pro Jahr. Durch die Erhöhung der Mitgliederanzahl bei gleichzeitig nahezu unveränderten Ausgaben, konnte die Kostenquote von 5,81% in 2009 auf 3,02% in 2014 gesenkt werden.

Das heißt: von den Einnahmen in 2014 kommen 96,98% dem Projekt in Nepal zugute!

Größte Kostenposition des FNH Deutschland sind die Ausgaben für den Druck des Rundbriefs und für Porto (Versand Spendenquittungen, Rundbriefe und Infomaterial). Die erhöhten Kosten in 2011 entfielen auf die Ende 2010 erstellte Jubiläums-Broschüre anlässlich des 15-jährigen Bestehens des FNH. Im Jubiläumsjahr 2015 soll anlässlich des 20-jährigen Bestehens des FNH ein Film an alle Spender geschickt werden. In 2014 floss bereits ein Teil der Kosten für die Filmproduktion in den Aufwand. Hierfür standen zweckgebundene Spenden zur Verfügung.

Die im Vergleich zu anderen Organisationen niedrige Kostenquote ist dem hohen ehrenamtlichen Engagement der Freunde und (Vorstands-)Mitglieder des FNH zu verdanken!

2015 Ausgaben Nepal FNH

Abschließend sind die wesentlichen Ausgabenpositionen in Nepal zusammengefasst dargestellt. Das nepalesische Fiskaljahr geht von Anfang Juli bis Ende Juni des jeweiligen Folgejahres. Die Budgets und Abrechnungen aus Nepal beziehen sich immer auf diesen Zeitraum. Die Grafik dokumentiert insbesondere in dem Kostenblock „Kinderdorf (inkl. Grundschule) und Hostel" die stetig wachsenden Lebenshaltungskosten in Nepal.

Besondere Ausgaben und Projekte der vergangenen Budgets:

2009/2010
Kinderdorf: Kindergartengebäude
Hostel: div. Baumaßnahmen (Pflaster Hof, Dusche, Bücherei / Studierzimmer, Regenwassertank, Trinkwasserleitung)
Bergdorf Singdi: Gesundheitsstation und Stromversorgung

2010/2011
Kinderdorf: Wasserversorgung Kinderdorf / umliegendes Dorf Bhakunde
Bergdorf Phosi: Stromversorgung

2011/2012
Kinderdorf: Anschaffung Bus
Bergdorf Singdi: Computer für Schule

2012/2013
Kinderdorf: Baukosten Grundschule und Therapiegebäude
Hostel: Einrichtung von Werkstätten (Holz, Metall, Elektro)
Dorf Padgaon Beshi: Widderpumpe

2013/2014
Kinderdorf: Baukosten Grundschule

Hier erfahren Sie mehr über die Verwendung und Gewährleistung von Geldmitteln, die vom FNH als INGO (internationale Nichtregierungsorganisation) an den FWHC Kathmandu als NGO (nationale Nichtregierungsorganisation) gegeben werden - natürlich in Übereinstimmung mit den gegenwärtigen Gesetzen in Nepal.


RupiEs ist nicht möglich, in Nepal beliebige ausländische Geld- oder Fördermittel, die bei einer NGO eingegangen sind, zu verwenden, ohne dass seitens der betreffenden Behörde in Nepal eine ordnungs­gemäße Genehmigung dafür vorliegt. Die Verwendung ausländischer Währungen hier in Nepal ohne vorherige Genehmigung durch die Regierung ist illegal.

 

Wie bekommt der Haushalt des FWHC eine Genehmigung für seine Programme und Projekte in Nepal?

Zunächst bereitet der FWHC/Kathmandu in Zusammenarbeit mit dem FNH ein Jahresprogramm mit dem dazugehörigen Budget vor. Dies wird dem Social Welfare Council (SWC - Kontrollorgan des nepalesischen Staates für soziale Organisationen und Einrichtungen) vorgelegt. Dieser genehmigt die notwendigen Einnahmen und Ausgaben, die von dem Geld bestritten werden, das der FNH/Deutschland an den FWHC/Nepal überweist. nach oben

Wie stimmt der SWC unserem Vorschlag/Haushalt zu?

Nachdem das Geld für unsere Vorschläge eingegangen ist, lässt der SWC durch seine Experten auf dem betreffenden Gebiet diese überprüfen und leitet dann unsere Vorschläge an die betreffenden Ministerien des HGM/Nepal weiter. Von dort erhält der SWC die notwendigen Ratschläge und Empfehlungen, ob solche Projekte und Programme für Nepal geeignet und dort durchführbar sind.

Im Allgemeinen bittet der SWC folgende Ministerien entsprechend der Art der Programme und Projekte um Beratung und Beurteilung:

  • Finanzministerium
  • Innenministerium
  • Ministerium für Erziehung und Sport
  • Ministerium für Frauen, Kinder und Soziales Wohlergehen
  • Das Außenministerium
  • Nationale Planungskommission

- Büro der Distriktverwaltung in Kathmandu oder Pokhara (DAO - District Administration Office):

Dieses Büro überprüft regelmäßig die Aktivitäten des FWHC im Distrikt. Da der FWHC beim DAO in Kathmandu registriert ist, muss dort ein jährlicher Bericht mit geprüften Aufstellungen unserer Bilanzen eingereicht werden. Damit wird dem FWHC immer wieder neu seine Eintragung von dieser Behörde bestätigt. Das Büro prüft auch, ob die Organisation ihre Ziele verfolgt und ob sie ihre Aktivitäten in Übereinstimmung mit den Vereinsstatuten ausübt, die bei der Eintragung damals vorgelegt wurden.

Alle Sicherheitsfragen des Distrikts, in dem ein Projekt verwirklicht wird, werden von diesem Büro aus gehandhabt. Es arbeitet bei Sicherheitsvorkehrungen im Distrikt mit dem Innenministerium zusammen. Das DAO verwaltet die Unterlagen aller NGO/INGO, die in den Distrikten tätig sind. Der FWHC bittet dieses Büro, falls notwendig, um die erforderliche Unterstützung und Beratung.

- Entwicklungsausschuss des Distrikts in Pokhara (oder alle DDC Büros unseres Projektgebietes):

Die DDC (District Development Committee) Büros zeichnen alle Entwicklungs- und Erschließungsaktivitäten in den entsprechenden Distrikten auf. Sie sorgen auch für die notwendige Begleitung und Beratung bei unseren Projekten. Es ist wichtig, dass sich der FNH/FWHC mit dem DDC abspricht, bevor Entwicklungs- und Erschließungsmaßnahmen in ihrem Gebiet beginnen.

- Erschließungsausschuss für das Dorf Sarangkot, Kaski (VDC - Village Developement Committee):

Jede Organisation muss sich mit den örtlichen VDCs kurzschließen. Da unser Kinderdorf in den Bereich des VDC Sarangkot fällt, Ward Nr. 4, sprechen wir uns auch mit dem VDC Sarangkot ab und informieren ihn über unsere Aktivitäten bzw. fragen ihn um Rat.

Der FNH/FWHC muss auch mit den vorstehenden Behörden direkt in Kontakt treten. Nachdem alle Behörden zu Projekten gehört wurden, schließt der SWC eine Projektvereinbarung mit dem FNH/FWHC ab.

Sobald diese Vereinbarung unterzeichnet ist, ist der FWHC berechtigt, ausländische Fördergelder auf sein Konto in Nepal überweisen zu lassen. Das Jahresbudget, das der FNH zuvor an den FWHC weitergeleitet hat, stimmt mit diesem System überein. Ohne die Genehmigung des SWC und dessen Empfehlungen können wir noch nicht einmal unseren Verein in Nepal neu registrieren lassen.

Früher, vor Gründung des FNH als INGO, hat der FWHC ein Jahresbudget erarbeitet und dieses dem FNH in Deutschland vorgelegt. Sobald das Budget vom FNH abgesegnet worden war, wurde es dem SWC in Kathmandu zur Genehmigung eingereicht. Seit 2003 hat der FNH einen Vertrag mit dem SWC geschlossen und beabsichtigt, als INGO in Nepal zu agieren; dennoch muss der FWHC Projektvereinbarungen unterzeichnen, die der SWC und der FNH zusammen ausarbeiten, da das Gesetz in Nepal eine Kooperation von ausländischen INGO mit lokalen NGO vorschreibt.

Sobald das Budget vom FNH und dem SWC genehmigt ist, verteilt der FWHC das Geld entsprechend dem Plan, der zuvor gemeinsam aufgestellt wurde. Der FWHC kann das Budget nicht auf andere Programme ausweiten, die nicht in den Projektvorschlägen genannt sind. Geld, das der FWHC benötigt, um unser Kinderdorf in Pokhara oder unser Hostel in Kathmandu zu betreiben, wird regelmäßig vom FNH-Konto in Kathmandu bei der Standard Chartered Bank auf das Konto des FWHC in Kathmandu und Pokhara (Standard Chartered Bank) überwiesen. Der FWHC erhält die notwendigen Gelder monatlich. nach oben


Die Buchführung des FWHC:

  • Der Verein macht Gebrauch vom System der doppelten Buchführung entsprechend internationaler Standards.
  • Zahlungen per Scheck (Konto des Zahlungsempfängers) bei Rechnungsbeträgen über 200 Euro
  • Löhne werden per Überweisung ausgezahlt
  • Kostenvoranschläge werden eingeholt für alle Programme/Bauvorhaben, die mehr als 1.000 Euro kosten
  • Rechnungen von mehr als 500 Euro werden direkt vom FWHC/Kathmandu ausgezahlt.
  • Alltägliche Geschäfte, wie Nahrungsmittelkauf und Kleidung, werden von den FWHC Mitarbeitern bar bezahlt. nach oben

Wie werden beim FWHC Rechnungen bezahlt?

  • Mitarbeiter füllen einen Anforderungsschein aus und reichen diesen bei der Rechnungsabteilung in Kathmandu/Pokhara ein, damit das Geld zugewiesen wird.
  • Sobald der Betrag zugewiesen ist, kann der Mitarbeiter/die Mitarbeiterin die Dinge gemäß Anforderungsschein einkaufen.
  • Entsprechend dem Anforderungsschein stellt unsere Rechnungsabteilung in Pokhara/Kathmandu die Mittel zum Einkaufen zur Verfügung.
  • Wenn die Einkäufe getätigt sind, zeichnet der/die Mitarbeiter/in die Rechnung ab, die von zwei anderen dienstälteren Mitarbeitern geprüft wird. Dann geht die Rechnung an die Rechnungsabteilung nach Kathmandu, wo sie für buchhalterische Zwecke benötigt wird.
  • Die Begleichung größerer Beträge wird nur von Kathmandu aus geprüft und nur über Schecks oder Überweisung an die Zahlungsempfänger getätigt.
  • Mindestens zwei Unterschriften auf Zahlungsbelegen sind erforderlich, um Schecks an die Parteien auszustellen. nach oben

Internes Finanzkontrollsystem:

  • Die Vorstandsmitglieder des FWHC sind verantwortlich für jede einzelne Aktivität des FWHC in Nepal. So haben sie auch das Recht, alle finanziellen Angelegenheiten der Organisation zu kontrollieren.
  • Alle Rechnungen von Pokhara werden in Pokhara - wie bereits erwähnt - geprüft und verifiziert, danach an den FNH/FWHC-Kathmandu geschickt, um ein zweites Mal geprüft zu werden. Damit ist sichergestellt, dass alles in Übereinstimmung mit den vorherrschenden Gesetzen und dem Buchungssystem in Nepal geschieht. Danach schickt der FNH/FWHC-Kathmandu die Bilanzen und Rechnungsaufstellungen nach Deutschland an den FNH, damit dieser davon Kenntnis nimmt.
  • Herr K. P. Aryal, Buchprüfer, prüft unabhängig vom FWHC alle Rechnungen und die Jahresaufstellung. Seinen Abschlussbericht legt er dem FNH in Deutschland sowie dem FWHC vor. nach oben

Externe Prüfer/Überprüfungen unserer Bücher und Programme:

  • Vorstand des Freundeskreis Nepalhilfe e.V. Deutschland
  • Social Welfare Council (SWC), Nepal
  • Innenministerium von Nepal
  • Ministerium für Erziehung und Sport, Nepal
  • Ministerium für Frauen, Kinder und soziales Wohlergehen
  • Finanzministerium von Nepal
  • Nationaler Planungsausschuss, Nepal
  • Andere in die Angelegenheit involvierte Institutionen
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