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Unter Quarantäne in Nepal - Ein aktueller Reisebericht

1. April 2020 - Ein kurzer Reisebericht von Hanjo Graf, Berlin

"Mein letzter Flug nach Nepal war mal wieder eine Abenteuerreise, wie so viele meiner Nepalreisen. Kaum angekommen musste ich mit vielen anderen stundenlang warten, um am Immigration-Schalter meine Einreisebestätigung zu bekommen - trotz schon in Deutschland bei der nepalesischen Botschaft erhaltenen Visa. Kaum in der Gepäckhalle angekommen, erhielt ich die Nachricht, dass meine Maschine die letzte war, mit der deutsche Gäste in Nepal einreisen durften. Mir kam es vor, als wenn hinter mir eine Tür endgültig zugeschlagen wurde.

Der Empfang der nepalesischen Freunde war lieb und nett wie immer. Abgesehen von den verstärkten Sicherheitsmaßnamen am Flughafen, schien mir das Leben und Treiben in Kathmandu normal zu verlaufen. Erst in Tamel und in der Altstadt merkte ich, dass alles sehr ruhig geworden war. Im Hostel, meinem vorläufigen Reiseziel angekommen, verlief alles ganz normal. Alle paar Minuten hupte ein Auto auf der Straße. Die Geschäfte waren alle offen und die Jugendlichen im Hostel kämpften bis in die Nacht um ihre Abschlussprüfung.

Acht Tage später, nachdem ich alle Bestellungen und Reparaturen im Hostel abgeschlossen hatte, bekam ich eine leichte Bronchitis. Oh Schreck, Corona-Verdacht. Fünf Ärzte im Krankenhaus verschrieben mir 14 Tage Quarantäne im Hostel, wo ich von allen Mitarbeitern und Jugendlichen liebevoll betreut wurde. Es stellte sich heraus, dass alles in Ordnung und es kein Corona-Virus war. Inzwischen hatte sich allerdings das öffentliche Leben total verändert. Es herrscht nun absolutes Verkehrsverbot und eine Ausgangssperre in ganz Nepal. Mein nächstes angestrebtes Reiseziel, das Kinderdorf in Pokhara, war für mich auf unbestimmte Zeit unerreichbar geworden. Somit beschloss ich für mich, dank Unterstützung der deutschen Botschaft in Kathmandu, mit einer Sondermaschine und vielen gestrandeten Urlaubern nach Deutschland zurück zu fliegen.

Euer Hanjo Graf"

Foto von Michaela Jost, 2017:
Hanjo Graf mit einem Jugendlichen und Alexander Schmidt bei der Installation der Solar Panelen im Kinderdorf

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