Oktober 2026 –

Die Zahl der Todesopfer durch die verheerende Sturzflut im Norden Nepals am 26. August 2026 liegt nach offiziellen Angaben derzeit bei über 1500. Mehr als 6000 Menschen gelten noch als vermisst. Tausende von Häusern sind zerstört. Alleine in der Gemeinde Bidur sind es 1700 Häuser. Ganze Dörfer wurden weggespült und Menschen leben in Notunterkünften aus Zelten.
Der Wiederaufbau dieser Orte wird vermutlich noch lange dauern. Es gilt, sichere Plätze in der gebirgigen Region zu finden, an denen die Menschen vor zukünftigen Fluten sicher sind.
Der FNH bedankt sich für das Vertrauen, das zahlreiche Spenderinnen und Spender mit ihren großzügigen Spenden für die Nothilfe nach der Flutkatastrophe dem FNH entgegengebracht haben.
Wie schon nach dem schrecklichen Erdbeben 2015, sind wir daran, die eingegangenen Spendengelder zu 100 Prozent direkt in Hilfsgüter für die betroffenen Menschen umzusetzen. Unser Partnerverein „Forum for the Welfare of Himalayan Children“ (FWHC) in Nepal betreibt nicht nur unser Kinderdorf und unser Jugendhostel, sondern organisiert auch die Hilfsprojekte persönlich vor Ort.
Allerdings gestaltet sich die Hilfe im Katastrophengebiet immer noch schwierig. Straßen und Brücken wurden durch die Flut zerstört, die wenigen unbefestigten Straßen in die abgelegene Region sind durch Dauerregen völlig aufgeweicht. LKWs mit Hilfsgütern stecken im Schlamm fest.
Die Regierung versucht, die Hilfsmaßnahmen zu koordinieren, was dazu führt, dass jeder Transport und jede Hilfslieferung behördlich genehmigt werden muss. Niemand kommt ohne eine Genehmigung ins Katastrophengebiet.

Unser Team vom FWHC, bestehend aus den Vorstandsmitgliedern Tanka Prasad Gurung und Laxmi Gurung, Krishna Kumar Rajbahak vom Kinderdorf sowie dem Ingenieur Rajendra hat sich auf den Weg gemacht. Sie haben es trotz der aufgeweichten Straßen geschafft, mit einem Jeep ins Krisengebiet zu kommen, um sich selbst ein Bild von der Not zu machen. Bepackt war der Jeep mit 50 Eurogard Wasserfiltersystemen im Gesamtwert von umgerechnet ca. 5600 Euro. Diese konnten sie vor Ort an Schulen und in Notunterkünften aus Zelten direkt übergeben. Damit ist für viele Kinder und Familien wenigstens sauberes Trinkwasser gesichert.
Die bereitgestellten Zelte sind durch den Dauerregen durchnässt. Die obdachlosen Familien werden sich zuerst provisorische Unterkünfte bauen, für die in erster Linie Wellbleche für das Dach gebraucht werden. Deshalb konzentrieren sich die Hilfsaktionen des FWHC derzeit auf die Beschaffung von Wellblechbündeln und die Genehmigung durch die Regierung, so dass diese, sobald es die Straßen zulassen, ins Krisengebiet transportiert werden. Mit solchen Wellblechen, die in Nepal selbst hergestellt werden, konnten schon nach dem Erdbeben 2015 sehr viele Familien sich wieder Häuser aufbauen. Die Bleche lassen sich dann auch problemlos in zukünftigen Dörfern für den Hausbau wiederverwenden.
Auf längere Sicht wird der FWHC mit den vom FNH bereitgestellten Spendengeldern dann auch den Wiederaufbau von Schulen finanzieren, wie er das bisher schon in armen Bergregionen von Nepal getan hat.

Für weitere Spenden unter dem Stichwort „NOTHILFE NEPAL“ sind wir dankbar und leiten diese gezielt unseren Hilfsprojekten vor Ort zu.

Unser Konto:

Empfänger: Freundeskreis Nepalhilfe e.V.
IBAN: DE73 5176 2434 0069 5697 06
SWIFT/BIC-Bankcode: GENODE51BIK
Bank: VR Bank Lahn-Dill eG

Stichwort: NOTHILFE NEPAL

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